Die Auftragseingänge für die deutsche Elektroindustrie haben ihren Vorjahresstand im April dieses Jahres um fünf Prozent unterschritten. Damit waren sie auf Jahressicht den siebten Monat in Folge rückläufig, meldet der ZVEI. Im Gesamtzeitraum von Januar bis April 2012 sind die Auftragseingänge ebenfalls um fünf Prozent gegenüber Vorjahr zurückgegangen. Inlands- und Auslandsbestellungen nahmen hierbei um vier bzw. fünf Prozent ab. Aus dem Euroraum kamen in den ersten vier Monaten dieses Jahres sechs Prozent weniger Aufträge als 2011.
Die Erlöse der deutschen Elektrounternehmen lagen im April 2012 mit 13,4 Mrd. Euro ein Prozent niedriger als vor einem Jahr. Bereits im Vormonat waren sie auf Jahressicht etwas gesunken. In den ersten vier Monaten dieses Jahres belief sich der Branchenumsatz auf 56,2 Mrd. Euro. Dies entspricht einem Zuwachs von einem halben Prozent gegenüber Vorjahr. Während die Inlandserlöse um zweieinhalb Prozent auf 29,4 Mrd. Euro zugelegt haben, gingen die Auslandserlöse um knapp zwei Prozent auf 26,8 Mrd. Euro zurück. Die Geschäfte mit den Euro-Partnern gaben dabei um zweieinhalb Prozent nach.
Die preisbereinigte Produktion der Elektrounternehmen hat ihren Vorjahresstand im April um ein Prozent übertroffen. Im gesamten Zeitraum von Januar bis April 2012 summierte sich der Zuwachs gegenüber Vorjahr auf drei Prozent. 17 Prozent der Firmen wollen ihren Output in den nächsten drei Monaten erhöhen. 74 Prozent planen eine Beibehaltung ihres Produktionsniveaus, nur neun Prozent eine Drosselung.