23.01.2012

ARM Cortex-M4 von Infineon




Infineon hat seine neue 32-Bit Mikrocontroller-Familie XMC4000 vorgestellt, die den Cortex-M4-Prozessor von ARM verwendet. Zu den Zielanwendungen des Chips geh├Âren z. B. elektrische Antriebe, Solarinverter und die Fertigungs- und Geb├Ąude-Automatisierung.

 

XMC steht f├╝r ÔÇ×Cross-Market MicrocontrollersÔÇŁ und soll bedeuteen, dass sich die XMC4000-Familie aufgrund ihrer Konfigurierbarkeit f├╝r vielf├Ąltigste Industrieanwendungen eignet. Das Baustein-Portfolio besteht aus f├╝nf Serien: XMC4100, XMC4200, XMC4400, XMC4500 und XMC4700. Diese unterscheiden sich im Wesentlichen bei Core-Frequenz, Speicherkapazit├Ąt, Peripheriefunktionen und Anzahl der I/Os.

 

Die XMC4000-Familie wird mit 80 MHz bis 180 MHz getaktet, verf├╝gt ├╝ber DSP-Funktionalit├Ąt, eine Floating-Point-Unit, einen Flashspeicher mit einer Lesezeit von 22 ns und Fehlerkorrektur, SRAMs sowie Peripheriefunktionen. Zur Peripherie geh├Âren Timer-Module, bis zu vier parallele 12-Bit-AD-Wandler mit einer Abtastzeit von 70 ns und einer Wandlungszeit von 500 ns, au├čerdem bis zu zwei 12-Bit-DA-Wandler und bis zu vier PWM-Kan├Ąle (150 ps) sowie integrierte Delta-Sigma-Demodulator-Module und Touch-Button-Module. F├╝r die Kommunikation sorgen ein IEEE 1588-kompatibler Ethernet MAC, USB 2.0-, CAN- und SD/MMC-Schnittstellen sowie bis zu sechs serielle Kommunikationskan├Ąle, die individuell per Software als UART, SPI, Quad-SPI, IIC, IIS oder LIN zu konfigurieren sind. Au├čerdem bietet die XMC4000-Familie eine externe Busschnittstelle, die synchrone Standards wie SDRAM oder Burst-Flash unterst├╝tzt und asynchrone Standards wie SRAM, NAND-Flash oder NOR-Flash.

 

Die integrierte Entwicklungsumgebung DAVE3 f├╝r die XMC4000-Familie erm├Âglicht eine komfortable Software-Entwicklung. Die Eclipse-basierte Umgebung mit kostenlosem GNU-Compiler, Debugger und Datenvisualisierungs-Utilities l├Ąsst sich durch Third-Party-Tools erweitern. Dar├╝ber hinaus unterst├╝tzt DAVE3 die automatische Code-Generierung auf Basis vordefinierter Software-Komponenten, den ÔÇ×DAVE AppsÔÇť. Die Konfiguration der DAVE Apps erfolgt ├╝ber die grafische Benutzerschnittstelle. Der erzeugte Code l├Ąsst sich in DAVE 3 kompilieren, debuggen und visualisieren ÔÇô oder zur Weiterverarbeitung in Third-Party-Tools importieren. Infineon kooperiert mit ├╝ber 20 Partnern, die weitere spezifische Development-Tools, Software-L├Âsungen, Schulungen und Consulting-Dienstleistungen f├╝r die XMC4000-Familie anbieten.

 

Als erste der XMC4000-Familie kommt die XMC4500-Serie auf dem Markt. Ihre Produkte bieten eine 120-MHz-CPU, bis zu 1 MByte Embedded-Flashspeicher, 160 KByte RAM sowie umfangreiche Peripherie- und Schnittstellenfunktionen. Zu den Peripheriefunktionen geh├Âren u. a. vier parallele und schnelle 12-Bit AD- Wandlermodule, zwei 12-Bit DA-Wandler, vier Delta-Sigma-Demodulator-Module und sechs Capture/Compare-Einheiten (CCU4 und CCU8) sowie zwei Positionierungs-Interface-Module und ein Modul f├╝r acht Touch-Buttons. F├╝r die Kommunikation unterst├╝tzen die XMC4500-Mikrocontroller die Ethernet-, USB- sowie eine SD/MMC-Schnittstelle und bieten drei CAN-Knoten und sechs serielle Kommunikationskan├Ąle sowie eine externe Busschnittstelle. Die Geh├Ąuse-Optionen der XMC4500-Serie sind LQFP-144, LQFP-100 und LFBGA-100.

 

Muster der XMC4500-Serie und die Entwicklungsumgebung DAVE 3 sind ab M├Ąrz 2012 verf├╝gbar. Die Serienproduktion beginnt im Mai 2012. Zur Entwicklungsunterst├╝tzung bietet Infineon ein modulares Design-Kit, bei dem je nach Applikationsanforderung an das Basis-Design-Board bis zu drei zus├Ątzliche Anwendungs-Boards angebunden werden k├Ânnen. Im vierten Quartal 2012 sollen Muster f├╝r die Serien XMC4400, XMC4200 und XMC4100 zur Verf├╝gung stehen. Je nach XMC4000-Serie und Geh├Ąuse liegt der St├╝ckpreis f├╝r einen XMC-Mikrocontroller bei einer Bestellmenge von 10.000 St├╝ck zwischen 1 Euro und 7 Euro.


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