09.06.2017

ZVEI: Elektroindustrie im April 2017 im Normalbereich

Der ZVEI hat die Entwicklung der Elektroindustrie im April 2017 analysiert. Nach dem rasanten Start in den ersten drei Monaten hat sich das Expansionstempo laut ZVEI im vierten Monat des Jahres normalisiert.


Grafik: ZVEI; zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken

Die deutsche Elektroindustrie hat im April 2017 insgesamt 0,6 Prozent mehr Bestellungen erhalten als vor einem Jahr. W√§hrend die Inlandsauftr√§ge um 2,9 Prozent nachgaben, zogen die Auslandsauftr√§ge um 3,5 Prozent an. ‚ÄěGegen√ľber dem sehr schwungvollen Start im ersten Quartal hat sich das Expansionstempo damit zuletzt normalisiert‚Äú, sagt ZVEI-Chefsvolkswirt Dr. Andreas Gontermann. F√ľr die gesamten ersten vier Monate steht ein Auftragsplus von 7,9 Prozent gegen√ľber Vorjahr in den B√ľchern. Inlands- und Auslandsbestellungen legten hier mit gleicher Rate zu.



Kalendereffekte sorgen f√ľr leichten R√ľckgang in der Produktion

Die um Preiseffekte bereinigte Produktion der deutschen Elektrounternehmen hat ihren Vorjahreswert im April um 5,8 Prozent verfehlt. ‚ÄěDer R√ľckgang erkl√§rt sich aber haupts√§chlich durch einen Kalendereffekt, da der diesj√§hrige April ganze drei Arbeitstage weniger hatte als im letzten Jahr‚Äú, so Dr. Gontermann.


Im Gesamtzeitraum von Januar bis April 2017 lag der aggregierte Branchenoutput um 4,1 Prozent gegen√ľber dem Vorjahr im Plus. Ihre Produktionspl√§ne behielten die Unternehmen im Mai unterm Strich unver√§ndert bei.



Auch beim Umsatz ...

war im April 2017 ein leichter R√ľckgang zu verzeichnen. Die nominalen Erl√∂se kamen hier auf 14,2 Milliarden Euro und blieben somit 1,4 Prozent unter Vorjahr. Der Inlandsumsatz ging um 6,0 Prozent auf 6,7 Milliarden Euro zur√ľck, w√§hrend der Auslandsumsatz um 2,7 Prozent auf 7,5 Milliarden Euro stieg.


Kumuliert von Januar bis April 2017 belief sich der aggregierte Branchenumsatz auf 60,1 Milliarden Euro. Damit fiel er um 6,0 Prozent höher aus als vor einem Jahr. Die Inlandserlöse erhöhten sich um 2,6 Prozent auf 28,5 Milliarden Euro und die Auslandserlöse um 8,9 Prozent auf 31,6 Milliarden Euro.



Und das Geschäftsklima?

Nachdem das Gesch√§ftsklima in der deutschen Elektroindustrie im April auf den h√∂chsten Stand seit der Wiedervereinigung geklettert war, gab es im Mai nach. ‚ÄěEs bleibt aber auf hohem Niveau‚Äú, sagt Dr. Gontermann.


Zwar fielen sowohl die Beurteilung der aktuellen Geschäftslage als auch die allgemeinen Geschäftserwartungen im Mai etwas schwächer aus als im April, dennoch bewertet die Mehrheit der Branchenunternehmen (55 %) ihre gegenwärtige wirtschaftliche Situation als gut, 44 Prozent als stabil und nur 5 Prozent als schlecht. Gleichzeitig gehen 26 Prozent der Elektrounternehmen von anziehenden Geschäften in den kommenden sechs Monaten aus. 70 Prozent rechnen mit gleichbleibenden Aktivitäten.


 


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