05.09.2017

ZVEI-Analyse zur Elektroindustrie in Mitteldeutschland im 1. Halbjahr 2017

Der ZVEI hat analysiert, wie sich die Lager der 575 Betriebe der Elektroindustrie in Sachsen, Sachsen-Anhalt und ThĂĽringen im ersten Halbjahr 2017 entwickelt hat. Unterm Strich ergab sich ein dreiprozentiges Umsatzplus.


Ute Poerschke mahnt vor allem einen starken Unterricht in den MINT-Fächern und regelmäßige, techniknahe Fortbildungen der Lehrer an. (Bild: Elschukom/ZVEI)

Der Umsatz der Elektroindustrie-Firmen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen betrug im ersten Halbjahr 6,9 Milliarden Euro. Das war ein Plus von drei Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Während der Umsatz im Bereich der Elektronikhersteller stagnierte, legten die Hersteller von elektrischen Ausrüstungen um acht Prozent zu. Der Auslandsumsatz wuchs um vier Prozent.


Ute Poerschke, Vorsitzende der ZVEI-Landesstelle, spricht von einer insgesamt guten Auftragslage der Branche. Mit 88 Prozent erreichte die Kapazitätsauslastung derzeit den höchsten Stand seit sechs Jahren. Die Zahl der Beschäftigten lag mit 65.800 im Juni knapp über dem Vorjahresniveau.



Problem: Fachkräftemangel

„Viele Elektroindustriefirmen könnten schneller wachsen, wenn es keinen Fachkräftemangel gäbe“, fasst Poerschke die Situation zusammen. „Auf 100 offene Stellen für Elektrofacharbeiter kommen weniger als 40 Arbeitssuchende mit der erforderlichen Qualifikation. Deshalb dürfen wir die Investitionen in den Bildungsbereich keineswegs vernachlässigen – trotz der guten Ergebnisse von Sachsen und Thüringen im diesjährigen Bildungsmonitor der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.“


 


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