14.10.2016

TU Ilmenau erhält internationalen Automobilpreis der FISITA

Ein Forscherteam der TU Ilmenau hat den Wettbewerb „Islands of Excellence“ im Rahmen des internationalen FISITA-Kongresses 2016 in Busan, Korea gewonnen. Die Auszeichnung erhielten die Ilmenauer vom Fachgebiet Kraftfahrzeugtechnik für einen innovativen Ansatz, mit dem neue Fahrzeugsysteme effizienter entwickelt werden können.


Das prämierte Modell des Vier-Rollenprüfstandes der TU Ilmenau.; Bild: TU Ilmenau

Die FISITA (Féderation Internationale des Sociétés d'Ingénieurs des Techniques de l'Automobile) ist die Dachorganisation der Automobil-Ingenieur-Verbände aus der ganzen Welt. Sie wurde 1948 in Paris mit dem Ziel gegründet, Ingenieure aus der ganzen Welt zusammenzubringen. Heute vereinigt die Organisation Mitgliedsverbände aus 38 Ländern mit mehr als 147.000 Automobilingenieuren. Der FISITA-Weltkongress ist ein internationaler Automobil-Kongress.



Neues Erprobungsmodell

Den Forschern der TU Ilmenau war es gelungen, die an der Universität über größere Distanzen hinweg vernetzten Technologien zur Simulation von Fahrzeugsystemen in ein innovatives, im Maßstab 1:10 skaliertes Erprobungsmodell zu übertragen. Das System verschmilzt reale und virtuelle Komponenten in einem Gesamtsystem zur Modellierung von Fahrzeugsimulationen.


Dazu hatten die Forscher die an verschiedenen, teilweise weit auseinander liegenden Standorten der Universität vorhandenen Großprüfstände und die dazugehörigen Software-Entwicklungstools miteinander vernetzt.


In einer Gesamtfahrzeugsimulation werden die einzelnen Fahrzeug-Teilsysteme, die Fahrzeug-Parameter, die Fahrumgebung und Testszenarien abgebildet. Virtuelle Teilsysteme wie die am Computer erzeugte Fahrzeugumgebung mit Straßen, Ampeln und verschiedenen Witterungsbedingungen werden mit den realen Komponenten auf den Prüfständen wie Bremsen, Antriebsstränge oder Assistenzsysteme als simultanes Zusammenspiel in Echtzeit verbunden.


So wird eine realitätsnahe Testumgebung geschaffen, die physikalische Effekte präzise berücksichtigt und neue Forschungs- und Entwicklungsergebnisse ermöglicht.


Sowohl das prämierte Modell als auch das reale High-Tech-Netzwerk der Universität eröffnen Entwicklungsmöglichkeiten für Fahrzeugsysteme von morgen. Die Erprobung neuer Vernetzungstechnologien wird dabei verstärkt anhand des vorgestellten Modells erfolgen, bei dem die Vernetzung am Beispiel des im Maßstab 1:10 skalierten Vier-Rollen-Prüfstands Master und des Bremsenprüfstandes der TU Ilmenau demonstriert wird.


 


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