04.12.2017

Rekordergebnis fĂŒr die deutsche Bauelemente-Distribution in Q3/2017

Der FBDi hat untersucht, wie sich die deutsche Bauelemente-Distribution im dritten Quartal 2017 entwickelt hat. Als Ergebnis der Analyse konnten ein Umsatzwachstum im Quartal um 17,6% sowie ein Auftragszuwachs um knapp 24,5% im Vergleich zum Vorjahresresultat konstatiert werden.


Nach 6,3% im ersten und 12,2% im zweiten Quartal stieg der Umsatz der im Fachverband Bauelemente Distribution (FBDi e.V.) gemeldeten Unternehmen in Deutschland im dritten Quartal 2017 um 17,6% auf 937 Millionen Euro - einem Allzeithoch. Die AuftragseingÀnge wuchsen um 24,5% auf 993 Millionen Euro. Damit entspricht die Book-to-Bill-Rate einem Wert vom 1,06. In den ersten neun Monaten lag der Gesamtumsatz bei 2,75 Milliarden Euro.


WĂ€hrend die Halbleiterprodukte mit einem Plus von 17,5% auf 659 Millionen Euro kletterten und die passiven Bauelemente mit 14,3% (126 Millionen Euro) leicht unter dem durchschnittlichen Wachstum lagen, legte die Elektromechanik zu und wuchs um 30,7% auf 96,5 Millionen Euro.




Grafik: FBDi


Bei den kleineren Produktgruppen ...

zeigte sich folgendes Bild: Stromversorgungen wuchsen um knapp 20% und Sensoren um 8%, die Display-UmsÀtze dagegen schrumpften um 10,7%. Die Umsatzverteilung blieb nahezu gleich: Halbleiter 70%, Passive 13%, Elektromechanik 10%, Andere (Stromversorgungen, Sensoren, Displays, Baugruppen) 6%.


Eine FBDi-Grafik zur Entwicklung der einzlenen Produktgruppen finden Sie unten als PDF-Datei angefĂŒgt.



FBDi-Kommentar

FBDi-Vorstandsvorsitzender Georg Steinberger: „Nichts Neues an der Knappheitsfront. Sowohl bei Halbleitern als auch Passiven sehen wir lange Lieferzeiten und höhere Preise, aber auch eine konjunkturbedingt verstĂ€rkt Nachfrage der Kunden aus nahezu allen Industriesegmenten. Die starke Auftragslage impliziert auch fĂŒr das letzte Quartal 2017 gute Ergebnisse, die Erwartungen des FBDi in Sachen Gesamtumsatz fĂŒr 2017 liegen bei rund 3,6 Milliarden Euro.“


Wie es weitergeht und vor allem, wie sich die distributionspolitischen Gegebenheiten weiterentwickeln, steht, so Steinberger, auf einem anderen Blatt: „Gigantische Fusionen und der daraus entstehende Druck sowie die weltweite ‚Exklusivierung‘ von DistributionsvertrĂ€gen helfen vielleicht einzelnen Unternehmen, aber nicht der Branche und schon gar nicht den Kunden, deren Wahlmöglichkeiten dadurch nur geringer werden.“


 


--> -->