13.09.2017

150V-Synchron-Abwärts/Aufwärtsregler

Linear Technology (jetzt: Analog Devices) bringt den LTC3779, einen Synchron-Abwärts/Aufwärtsregler-Controller mit vier Schaltern, der nur eine einzige Induk­tivi­tät benö­tigt. Der Regler liefert eine geregelte Ausgangsspannung, die größer oder kleiner als die Eingangsspannung oder genauso groß sein kann.


Bild: Linear Technology

Der Controller ist für Eingangs­span­nungen von 4,5V bis 150V aus­ge­legt und wurde für Anwen­dungen ent­wickelt, die mit einer hohen Betriebs­spannung arbeiten oder in denen hohe Spannungs­spitzen auftreten können. In solchen Anwen­dungen macht der Controller externe Über­spannungs­schutzbau­teile entbehr­lich. Er eignet sich dadurch für Anwen­dungen im Trans­port­wesen, in der Indus­trie und beim Militär.

 

Die Ausgangs­spannung ist im Bereich von 1,2V bis 150V ein­stell­bar. Der maxi­male Ausgangs­strom ist von den externen Bau­teilen abhängig und kann bis zu einigen zig Ampere betra­gen. Der LTC3779 enthält 1,3?-n-Kanal-MOSFET-Gate-Treiber, deren Ausgangs­spannung im Bereich von 6V bis 10V ein­stell­bar ist. Dadurch lässt sich sowohl bei Ver­wen­dung von MOSFETs, die für Ansteue­rung mit Logikpegel aus­ge­legt sind, als auch bei Ver­wen­dung von solchen mit Stan­dard-Schwellenspannungen der Wirkungs­grad maxi­mieren. Der LTC3779 besitzt einen NDRV-Anschluss zur Ansteue­rung eines optionalen externen n-Kanal-MOSFETs, der als LDO-Linearregler fungiert und die IC-Betriebs­spannung liefert. So kann in Anwendungen mit hoher Eingangsspannung eine hohe chip-interne Verlustleistung vermieden werden. Der EXTVcc-Anschluss ermög­licht es, den LTC3779 durch die Ausgangs­spannung oder eine sonstige Quelle mit einer Span­nung von bis zu 36V zu speisen und so die Verlustleistung zu redu­zie­ren und den Wirkungs­grad zu verbes­sern.

 

Ein einziger Controller kann in Ver­bin­dung mit geeigneten externen Bau­teilen Aus­gangsleistungen bis 500W liefern. Durch Parallelschalten mehrerer Regler lassen sich noch höhere Ausgangsleistungen erzie­len. Die Schalt­frequenz ist im Bereich von 50kHz bis 600kHz wähl­bar und kann mit einem externen Taktsignal im gleichen Frequenz­bereich synchro­ni­siert werden. Der LTC3779 basiert auf einer pro­pri­e­tären Current-Mode-Regelungs­archi­tek­tur und arbeitet sowohl im Abwärts- als auch im Aufwärts-Modus mit der gleichen, konstanten Schalt­frequenz. Der Anwen­der kann zwischen­ erzwungen-konti­nuier­lichem Betrieb oder diskonti­nuierlichem Betrieb wählen und so den Wirkungsgrad bei geringer Last maxi­mieren.

 

Weitere Beson­der­heiten des Controllers sind laut Hersteller: Begrenzung des mittleren Eingangs- oder Ausgangs­stroms, "Power good"-Ausgangs­spannungsmonitor, ein­stell­barer Soft-Start, Eingangs­über­span­nungsabschaltung und Ausgangs­­abtrennung beim Herun­ter­fahren. Der LTC3779 besitzt ein 38-poliges TSSOP-Hoch­span­nungsgehäuse mit vergrößertem Anschlussabstand. Der Con­trol­ler ist in einer Version für den erwei­terten und den indus­triellen Sperr­schicht­tempe­ratur­bereich (–40 bis +125°C) und in einer Hoch­tempe­ratur­version (–40°C bis +150°C) für Auto­mobil-Anwen­dungen erhält­lich.


 


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