Der FBDi meldet für die Bauelemente-Distribution in Deutschland im ersten Quartal 2012 einen Verkaufserlös seiner Mitgliedsunternehmen in Höhe von 760 Mio. Euro. Gegenüber Q1/2011 gingen die Umsätze um 12,1 Prozent zurück. Die Book-to-Bill-Rate (Verhältnis Auftragseingang zu Umsatz) verharrte mit 0,92 weiterhin im Soll. Das Gesamtjahr 2011 wurde vom FBDi leicht nach oben korrigiert, auf 3,07 Milliarden Euro Umsatz, was einem Wachstum im Vergleich zu 2010 von rund 13 Prozent entspricht.
In den Komponentenbereichen war die Entwicklung sehr unterschiedlich. Während die Halbleiter mit fast 16 Prozent Minus auf 529 Million Euro zu Buche schlugen, gingen die Passiven Komponenten und die Elektromechanik „nur“ um 7,2 Prozent bzw. 4,6 Prozent auf 108 Millionen bzw. 79 Millionen Euro zurück. Eine positive Entwicklung nahmen die Displays und Stromversorgungen, die um 17,5 Prozent bzw. 2,1 Prozent wuchsen, allerdings im FBDi-Gesamtkontext nur eine kleine Rolle spielen.
Entsprechend hat sich auch die Umsatzverteilung nach Komponentengruppen ein klein wenig verschoben. Die Halbleiter trugen im ersten Quartal „nur“ 70 Prozent zum Umsatz bei, die passiven Bauelementen 14 Prozent, Elektromechanik zehn Prozent, Displays drei Prozent und Stromversorgungen zwei Prozent. Aufgrund der meist stärkeren zyklischen Entwicklung bei Halbleitern sei eine Schwankungsbreite von drei Prozent durchaus normal.
Im quartalsweise veröffentlichen FBDi-Geschäftsklimaindex bewerten die Mitgliedsunternehmen (nach Schulnotensystem) die laufende Situation als zufriedenstellend bis mäßig (3,45), das nächste Quartal (Sommer) als zufriedenstellend (3,04) und die längerfristige Entwicklung als mehr als zufriedenstellend (2,76) bewertet.